Wärmebrückennachweise

Bei einem Gebäude gibt es:

 

  • geometrische Wärmebrücken
  • stofflich bedingte Wärmebrücken

 

Da der Nachweis der Wärmebrücken relativ aufwendig ist, wird im Allgemeinen mit pauschalen Wärmebrückenzuschlägen gerechnet. Im Regelfall werden selbst bei sehr gut gedämmten Neubauten auf jeden m² Hüllfläche 0,05 W / (m²K) aufgeschlagen. Bei Bestandsbauten liegen die pauschalen Wärmebrückenzuschläge mit 0,10 bzw. sogar 0,15 W / (m²K) doppelt bzw. dreimal so hoch. Bei dem nebenstehenden Neubau konnte durch einen Wärmebrückennachweis der Zuschlag fast auf Null gesenkt werden.

Damit wurde aus einem normalen Neubau ein KfW 70 Haus  - ohne Veränderung der Wärmedämmung! Mit leichten Änderungen sogar ein KfW 55 - Haus.

Will man diese KfW-Standards ohne Wärmebrückennachweis erreichen, ergeben sich leicht Dämmstoffdicken von 30 cm und mehr. Aus der nebenstehenden Grafik kann man den Grund erkennen:

Verdoppelt man z.B. die Wärmedämmung von 20 auf 40 cm, so ist der zusätzliche Dämmeffekt relativ gering und entspricht nach Ansicht des Verfassers nicht dem dafür notwendigen konstruktiven Aufwand.

Ein Wärmebrückennachweis für z.B.  400 Euro (bei mittlerem Aufwand) kann demgegenüber im Einzelfall ggf. mehrere Tausend Euro Konstruktionsaufwand sparen.

Energieberatung

Dipl. Ing. (FH),

Volker Marx